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Literatur / Kurzgeschichten
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S18
Kleine Geschichten, die kurzweilig und interessant sind
Gespräch mit einem Toten  Hallo Gunter, wenn   Du   wüsstest,   wie   oft   ich   an   Dich   denken   muss,   dann   würdest   Du   mir   bestimmt   antworten. Aber   das   geht   ja   nicht   mehr,   weil   Du   schon   jahrelang   five   feet   under   liegst.   Ich   kann   mich   noch an   unsere   erste   Kohlfahrt   mit   der   Firma   Atlas   Air   Field   erinnern.   Sie   ging   in   die   Nähe   von Eftenberg,   ein   kleines   Dorf   an   der   B833.   Wir   sassen   an   einem   Tisch,   Du   mit   Deiner   Frau   und ich   mit   der   meinigen.   Du   hattest   uns   wohl   etwas   beobachtet   und   Dir   sicherlich   eine   Meinung über uns gebildet. Als wir uns dann am folgendem Montag bei der Arbeit wieder sahen, sprachst Du   mich   an   und   teiltest   mir   Deine   inhaltliche   Beobachtung   mit.   Es   ist   so,   als   ob   es   heute   wäre, ich   höre   es   noch   ganz   genau   in   meinen   Ohren   klingen.   „Weisst   Du   Dieter“,   begannst   Du   zu erzählen,   „als   ich   Euch   beide   gesehen   habe,   wie   unterschiedlich   Du   und   Deine   Frau   sind,   dann denke   ich,   das   Deine   Frau   Dich   aus   bremst“.   Ich   fragte:   „Wie   meinst   Du   das“.   Er   sagte,   „wenn ich   Deine      Frau   sehe,   wie   die   ist,   dann   ist   das   für   mich   wie   gebremster   Schaum.   Du   kannst   gar nicht    aus    Dir    heraus    kommen.    Die    macht    Dir    Dein    Leben    kaputt“.    Er    sagte    es    mit    einer Überzeugung   und   ich   glaubte   es   damals   nicht.   Doch   heute   bin   ich   wieder   mal   mit   meinen Gedanken    bei    Dir    gewesen    und    musste    zu    meinem    erstaunen    mit    Tränen    in    den   Augen zugeben,   das   Du   wirklich   recht   hattest.   Es   war   ein   grosser   Fehler   bei   dieser   Frau   zwanzig   Jahre auszuhalten.   Sie   hat   mir   wahrlich   zwanzig   Jahre   meines   Lebens   gekostet.   Irgendwann   werde ich   nochmals   nach   Halderkeba   zu   Besuch   kommen.   Ich   hoffe   doch,   das   ich   Dein   Grab   wieder finde,   um   dort   ein   wenig   zu   verweilen   und   ein   paar   Gedanken   mit   Dir   zusammen   rückwärts   zu Leben.   Es   ist   sehr   schade,   das   Du   schon   gehen   musstest.   Es   war   eine   schöne   Zeit   mit   Dir      bei der   Firma   FlightService.   Du   kannst   sicher   sein,   das   ich   diese   Zeit   nie   vergessen   werde   so   lange ich lebe. Möglicherweise   werde   ich   nicht   wieder   hier   her   kommen   können,   denn   meine   Mobilität   hat   stark nachgelassen,   und   nachholen   kann   man   im   Leben   nichts,   leider,   wie   Du   auch   weisst.   Das einzige   was   ich   für   Dich   nun   tun   kann,   ist   das,   das   ich   Dich   in   meinem   restlichen      Leben,   in   mir weiter   leben   lasse   und   wir   auf   diese   Weise   noch   einen   kurzen   gemeinsamen   Weg   zusammen gehen können. Es   ist   nicht   fair   von   mir,   Dir   jetzt   das   zu   wünschen   was   man   einem   Lebenden   wünscht,   wenn man    sich    verabschiedet.    Trotzdem    sage    ich    zu    Dir,    bis    bald,    wir    werden    uns    in    Kürze wiedersehen. So lange musst Du noch warten.
Wenn Angst einen Menschen demontiert Ich   habe Angst   vor   dem   alleine   sein.   Ich   weiss   nicht   wer   mir   diese Angst   oder   wie   ich   mir   diese Angst   nehmen   kann.   Dabei   beschleicht   mich   ein   Gefühl   des   allein   gelassen   werdens.   Wenn   es ein   Mittel   dafür   gibt      würde   ich   es   anwenden,   doch   ich   habe   kein   Mittel   dagegen;   wie   soll   ich   mir da   selber   helfen.   Es   müsste   jemand   geben   der   mir   sagt   was   ich   tun   muss,   um   dieses   Problem zu   überwinden   und   damit   ich   meine   Angst   verlieren   kann.   Die   Vorstellung   das   ich   sie   nie verlieren   werde,   meine   Angst,   allein   das   macht   schon   einige   Schockwellen   in   mir.   Aber   ich   bin ja   noch   nicht   alleine   und   trotzdem   steht   die   Angst   vor   mir   und   hält   mich   in   schach,   so   das   ich mich    nicht    richtig    entfalten    kann.    Das    hat    zur    Folge,    das    ich    nicht    die    für    mich    richtigen Entscheidungen   treffen   kann   und   sie   dann   nicht   so   umsetze,   das   eine   kluge   Abhandlung daraus    entsteht.    Die    Angst    stellt    mich    so    zu    sagen    in    eine    Ecke    oder    man    kann    auch behaupten,   das   sie   mich   gefangen   hält.   Wohl   dem,   der   noch   nie   die   Angst   spürte.   Doch   ich denke,   das   schon   alle   in   irgend   einer   Form   Angst   spürten,   nur   konnten   sie   damit   besser umgehen   und   wurden   dadurch   in   ihrer   Lebensweise   nicht   behindert,   auch   danach   nicht   als alles   ausgestanden   war.   Die   Kraft   der   Angst   ist   nicht   zu   unterschätzen.   Es   ist   eine   unsichtbare Kraft,   die   einer   Fernsteuerung   gleich   kommt.   Und   es   ist   nicht   möglich   dahinter   zu   kommen   wer diese   Fernsteuerung   in   der   Hand   hält   und   den   Menschen   dies   und   jenes   machen   lässt   ohne das   er   es   will.   Doch   es   ist   Zeit   die   Fernsteuerung   selbst   in   die   Hand   zu   nehmen,   um   der Angst den   Schrecken   zu   entreissen.   Nur   wenn   ich   weiss   wer   die   Fernsteuerung   in   der   Hand   hält   und was   damit   verfolgt   wird,   kann   ich   mein   Angst   besiegen   und   so   dagegen   steuern,   das   die Steuerung   keine   Möglichkeit   mehr   hat   die   Angst   auszulösen.   So   bleibe   ich   an   der   Überlegung hängen   heraus   zu   finden,   wer   mich   wohl   steuert.   Dieses   Problem   zu   lösen   ist   nicht   so   einfach, denn   es   gibt   tausende   von   Möglichkeiten.   Nur   welche.   Dabei   stellt   sich   die   Frage,   sind   es mehrere   Fakten   oder   nur   eine.   Liegt   es   weit   zurück   oder   ist   es   vor   kurzem   gewesen   oder   liegt es sogar in der Zukunft. Solltet   Ihr   da   draussen   auch   in   eine   solchen   Situation   sein   oder   kommen,   dann   wisst   Ihr   schon, wie Ihr dieses Problem angehen müsst.
Keine Macht den   Drogen  Drogen können nur eins, sie zerstören den Menschen  Drogen, NEIN NEIN NEIN  Leben, JA JA JA JA Web  : www.bremertiertafel.de  Mail   : info@bremertiertafel.de  Tierliebe darf kein Luxus sein. Spendenkonto: IBAN: DE47290501010081298093
Gedanken-Ordnung Was   willst   Du   von   mir,   und   was   möchtest   Du   mir   sagen,   wenn   auch   mit   leisen   Worten,   so   sage es   endlich.   Ich   wusste   nicht,   hat   jemand   mit   mir   gesprochen   oder   habe   ich   mich   nur   verhört oder   habe   ich   es   mir   sogar   nur   eingebildet   es   gehört   zu   haben.   So   geht   es   mir   immer   öfter, vielleicht   mache   ich   mir   zu   viele   Gedanken,   so   das   ich   nicht   mehr   weiss   was   ich   zuerst gedacht   habe   und   die   Zuordnung   meiner   Gedanken   zu   dem   momentanen   Problemen   stimmt nicht   mehr.   Mein   Gehirn   spricht   eine   andere   Sprache,   und   ich,   ich   merke   es   nicht   einmal.   Es   ist wie   ich   schon   einmal   festgestellt   habe,   mein   zweites   Selbstbewusstsein.   So   geht   es   einfach nicht.   Ich   muss   mich   wieder   konzentrieren   und   alle   Kräfte   mobilisieren,   mich   selbst   und   auch mein   Gehirn   zu   verstehen.   Es   führt   kein   Weg   daran   vorbei;   ich   muss   wieder   ich   selbst   sein ohne   mich   in   irgendwelche   Gedanken   zu   verstricken   und   so   meinem   Gehirn   eine   Chance   zu geben   etwas   anderes   daraus   zu   konstruieren.   Wenn   mir   das   gelingt,   dann   bin   ich   wieder   ich selber.   Nur   so   kann   ich   die   Unterbewusstseinssteuerung   aushebeln.   Nun   war   es   an   der   Zeit mir   einen   Plan   zu   machen,   um   meiner   selbst   gestellten   Chance   näher   zu   kommen.   Klar   war, das   ich   mich   in   meinen   Gedanken   ändern   muss.   Nur   so   konnte   es   gelingen. Also   beschloss   ich einen   Gedankengang   erst   auszuführen,   bevor   ich   mir   über   etwas   anderes   den   Kopf   zerbreche. Das   scheint   eine   vernünftige   Idee   zu   sein,   die   mir   ausführungswürdig   erscheint   und   gut   gefällt. Aber   einfach   nur   einen   Schalter   umschalten,   das   würde   auch   nicht   gehen.   Mein   Gehirn   ist zwar   der   komplizierteste   Computer   den   es   gibt,   nur   lässt   er   sich   nicht   so   ohne   weiteres umprogrammieren. Oder vielleicht doch............
Die         Angst         ist         eine unsichtbare      aber      kräftige Kraft.       Sie       kann       einen Menschen   beherrschen.   Hat sie    einen    Menschen    fest    in deren     Bann     gezogen,     so fühlt      der      Mensch      einen gewissen   Sog   der   nicht   mehr los zu lassen scheint.
Diese        kleine        Geschichte entspringt        einer        wahren Begebenheit   und   ist   genau   so abgelaufen   wie   es   zu   lesen   ist. Nur     die     Namen     und     Orte wurden      ausgetauscht,      um niemanden nahe zu treten.
Gedanken   kommen,   Gedanken gehen    und    so    manches    mal werden   sie   auch   verwehen.   Wir verlieren        sie        und        neue Gedanken   kommen   hinzu.   Doch solltest     Du     sie     nicht     richtig sortieren      wirst      Du      schnell durcheinander kommen.
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